# BuyBye

> *Kaufen oder nicht kaufen?*

**Language:** DE
**Source:** wecome1.com - Transparent Awareness

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Warum kaufen wir Dinge, die wir nicht brauchen?
Wenn Sie die Straße entlanggehen und darüber nachdenken, warum Menschen bestimmte Dinge kaufen oder bestimmte Marken wählen, werden Sie feststellen, dass es oft verborgene Gründe hinter diesen Entscheidungen gibt. Denn Menschen kaufen nicht nur ein „Produkt“; sie senden auch Botschaften an die Welt darüber, wer sie sind, welche Art von Person sie sein wollen und wo sie stehen. Zum Beispiel, wenn jemand eine teure Uhr kauft, geschieht dies selten nur, um die Zeit zu sagen. Sie signalisieren anderen: „Ich bin wichtig, ich habe Wert.“ Dies wird als soziale Statussignalisierung bezeichnet. Wenn sie diese Uhr so tragen, dass andere sie bemerken – indem sie sie prominent auf den Tisch legen, sie zur Schau stellen – dann geht es nicht mehr um Bedarf, sondern um Darstellung. Dies ist auffälliger Konsum. Einige Produkte verkaufen sich sogar besser, je höher ihr Preis ist. Die Menschen nehmen an: „Wenn es teuer ist, muss es besser oder prestigeträchtiger sein.“ Dies ist der Veblen-Effekt. Nach dem Kauf von etwas Teurem beginnt eine Person, andere zu betrachten: „Ist ihr Telefon neuer?“ „Ist ihr Auto besser?“ Menschen bewerten sich ständig, indem sie sich mit anderen vergleichen. Dies ist sozialer Vergleich. Jemand könnte dann sein Produkt auf eine bestimmte Weise verwenden, um zu gestalten, wie sie anderen erscheinen. Dieses Verhalten ist Impression Management. Im Laufe der Zeit hören bestimmte Gegenstände auf, nur Objekte zu sein, und verwandeln sich in Symbole. Ein Auto, ein Telefon oder eine Marke kann in den Köpfen der Menschen Prestige repräsentieren. Dieser unsichtbare Wert ist symbolisches Kapital. Manchmal verwendet eine Person ein Produkt, um ihre Identität auszudrücken: „Das bin ich“, „Ich gehöre zu dieser Gruppe.“ Dies ist Identitätssignalisierung. Menschen haben auch ein tiefes inneres Bedürfnis, zu einer Gemeinschaft zu gehören. Sich nicht allein zu fühlen, akzeptiert zu werden – das bringt emotionalen Trost. Dies ist das Bedürfnis nach Zugehörigkeit. Und von Zeit zu Zeit fühlen sich Menschen unzulänglich und versuchen, diese innere Lücke mit äußeren Dingen zu füllen: nach Anerkennung zu suchen, mehr Likes zu wollen, sich wertgeschätzt zu fühlen. Dieser interne Mechanismus ist die Selbstwertregulation. Unternehmen wissen das sehr gut. Sie verwenden Phrasen wie „Nur noch 50 verfügbar“, „Begrenzter Vorrat“, „Exklusive Edition“, um die Menschen zu schnellen Entscheidungen zu drängen. Dies ist die Knappheitsstrategie. Einige Marken verkaufen nicht nur ein Produkt – sie verkaufen einen Traum: „Wenn Sie bei uns kaufen, werden Sie Teil einer Elite-Welt.“ Dies ist eine aspirative Markenidentität. Und am Ende versuchen viele Menschen, erfolgreicher, mächtiger oder prestigeträchtiger zu erscheinen, als sie wirklich sind. Dies wird zu einer externen Statusillusion. Kurz gesagt – Eine Uhr, ein Telefon, ein Auto, eine Marke… Diese sind oft nicht nur Objekte. Ohne es zu merken, verwenden die Menschen sie, um Status zu zeigen, sich selbst darzustellen, sich mit anderen zu vergleichen, Identität auszudrücken, Zugehörigkeit zu suchen, das Selbstwertgefühl zu reparieren, nach limitierten Artikeln zu streben, Träume zu kaufen und „höher“ zu erscheinen, als sie wirklich sind. Dies sind natürliche Teile des Menschseins. Aber sich ihrer bewusst zu werden, ist der erste Schritt, um Kontrolle über dieses Verhalten zu gewinnen.